3 Dinge, die ich auf Reisen brauche

Hast du auf Reisen immer alles dabei? Oder zumindest die Dinge ohne die du nicht Leben kannst? Was ist, wenn sie mal fehlen?

Seit längerer Zeit schwirrt die Frage durch die Blogosphäre „Welche drei Dinge müssen immer auf eine Reise mit?“. Während ich in die Packlisten und Reisevorbereitungen der anderen Blogger blicke, kann ich dabei meistens mit dem Kopf nicken und sagen: „Ja, das hab ich auch immer dabei.“ Und beim Durchsehen dieser Listen habe ich dann doch gemerkt: „Ne, warte mal… eigentlich hab ich das sogar ziemlich oft NICHT dabei!“

Muss das wirklich mit in’s Reisegepäck? (Oder: Was Christina gerne mal vergisst / verliert / gestohlen wurde.)

Reisepass?

Na gut, na gut. Schlecht wäre das Ding jetzt nicht, aber ich kann ihn auch ohne Probleme in den USA verlieren und als Dreiländereck-Bewohner vergesse ich ihn sowieso bei jedem Grenzübertritt. Also ganz vorne mit dabei, wenn es heißt „das muss mit“, aber nicht bei meinen Top 3.

Geld / Bankomat / Kreditkarte?

Pffff… auch das kann ich gerne mal verlieren oder mir klauen lassen. Ich schaffe es doch immer irgendwie durch. Ein „Vorausschauender“ hat am besten alle drei Sachen dabei und verliert sie nicht alle zusammen, dann geht das ohne Probleme und nur mit kleinen Nervenzusammenbrüchen, wenn man feststellt, dass der 24h Kreditkartenservice nur 8 Stunden in der europäischen Zeitzone arbeitet.

Reiseführer?

Oha! Ich will zwar mein Bücherregal damit vollstellen, aber irgendwie werden sie für mich immer unwichtiger. Entweder fahre ich ganz ohne Plan (Finnland), bastle meine eigenen Karten (München) oder überlasse das meinen Kollegen (Florenz + Irland).

Handy?

Meine Nummer 4, der Top 3 Dinge, die ich auf Reisen mitnehme. Über ein Jahr bin ich mit einem halb kaputten Monitor herum gelaufen und die Fotos sind auch nur grenzwertig, ich konnte also gut darauf verzichten. Da es aber so viele nützliche Bereiche abdeckt (Telefon, Internet, Karte, Kamera, Währungsrechner, Übersetzer, Unterhaltung, …) und ich mittlerweile ein Funktionierendes besitze, ist es nun so gut wie immer dabei. Leider hab ich nie Internet („Do you have free Wifi?“ wird zum wichtigsten Satz eines Reisenden.) und das macht das alles nicht mehr so interessant.

Notizbuch?

Hatte ich zum ersten Mal in Thailand 2012/13 dabei und vergesse schon mal, dass ich da auch was reinschreiben könnte. *hust* Ich gelobe mich zu bessern.

Erste Hilfe Kit?

Pflaster und Kopfschmerztabletten sind toll, aber eigentlich kann ich das überall kaufen und einen Kuhmagen hab ich auch und esse mich selbst in Old Delhi durch die Stände.

Notfall-Müsliriegel?

Manchmal dabei und trotzdem nie gegessen, viel zu sehr stopfe ich mich mit lokalen Dingen voll und bemerkte das halb-zermatschte Ding erst wieder beim Daheim-Auspacken.

Lieblingsschlafsocken?

Haben es fast in die Liste geschafft (ja! Sowas brauch ich als Frau mit Eisklotzfüßen!) aber wenn es in warme Gefilde geht, bleiben sie schnell daheim.

Ja, wie jetzt? Was hast du den ständig dabei?

Eigentlich nichts.

Irgendwas hab ich immer mal vergessen, verloren oder musste es schweren Herzens zurück lassen. Und warum dann dieser Post?

    • Es gibt für mich, trotzdem drei Dinge, die ich immer dabei haben WILL, die mir bei ihrem Fehlen ein Unwohlsein in der Magengegend, Herzflattern und nervöse Zuckungen bescheren. (Daher findest du unten, doch noch meine Liste „3 Dinge, die ich auf Reisen brauche“.)
    • Ich will dir Zeigen, dass es kein Weltuntergang ist, wenn du einmal etwas nicht dabei haben solltest. Wirklich. Ich habe meinen Pass verloren, habe mir die Geldtasche klauen lassen und mehr als einmal hatte ich keine Ahnung wo ich bin. Und ich hab es überlebt.

3 Dinge, die ich auf Reisen brauche

1. Meine Kamera

6. Anschmachten meiner Kamera 17. Mein neues Baby

Meine Kamera: Werkzeug, Spielzeug, Armverlängerung, 1kg-mehr-Lebendgewicht, Erinnerungsstütze, Lieblingsbildermacher, drittes Auge, Zauberkästchen, liebstes Hobby, „wie soll denn das gehen?“-Knobelkasten, „woah, guck mal!“-Wunderding, festumklammertes Diebeslockgut, Essen-kalt-werden-Lasser, Speicherkartenaufbewahrungs- und -überschreibgerät, Probiermaschine (häää? ohhh!), Versuch-so-viel-wie-möglich-vom-Reisen-mit-nach-Hause-Nehmer, Klick-Geräusche-Verursacher und mir ein Grinsen-aufs-Gesicht-Zauberer

2. Der lokale Speiseplan

43. Vietnamesische Pho und Limettensaft Kuchen in Hamburg 10. Steak essen in der Bullerei Hamburg

Also bitte. Reden wir Klartext. Ich bin verfressen, dass sich ein Vielfraß verschämt in die Ecke stellt und wartet bis ich mich durchgefuttert habe. Bei mir dreht es sich so sehr um Kuchen, dass die meisten Besucher unseres Zuhauses schon automatisch Kuchen mitbringen und meine Arbeitskollegen sofort im Büro anrufen, um mir das neueste Törtchen-Beutestück zu melden. Meinst du das ist im Urlaub anders. Ha! Da geht es erst richtig rund.

Nicht immer rausgeschrieben aber zumindest im Kopf, weiß ich was man in der jeweiligen Destination zu Essen bekommt. Von den 238 Gerichten, die ich regelmäßig in Kroatien essen muss, gibt es für jedes Land, dass ich besucht habe oder besuchen möchte zumindest eine Speise, die ich dort essen möchte. Geht bei mir irgendwie automatisch.

Kroatien: Burek, Cevapcici, Dorada, Pfirsichkekse, Brancin, Scampi, Prsut, Krumpir za blitva, Eis, Crempita, Schampita, …, Finnland: Elch, Florenz: Florentiner Steak, Irland: Irish Stew, Clam Chowder, Thailand: Nudelsuppe, Kokosnusseis, Bananapancake, Argentinien: Steak, USA: Donuts, Steak, Hamburger, China: Nudelsuppe, Gefüllte Knödel, Pekingente, Spanien: Tapas, Churros, Südtirol: Speckbrot, Deutschland: Maultaschen, Schweiz: Schokolade, Prag: Knödel, Hamburg: Fischbrötchen … ich könnte noch stundenlang weitermachen.

3. Stefan

Snapshoot week 39 (6) 32. Mann als Hallo Welt Werbefläche benutzen IMG_0359

Meine Liebe, Lieblingsmensch, Held und Retter – mehr muss ich nicht erklären. :-)

Es gab schon ein paar Urlaube, bei denen ich meinen Lieblingsmenschen oder meine Lieblingssachen nicht dabei hatte (na okay, ich geb’s zu: Punkt 2 hab IMMER IMMER IMMER dabei, das geht einfach nicht anders, aber auch nur weil ich es nicht vergessen oder verlieren kann). Um meinen permanenten Herzschmerz, den ich dabei empfinge entgegenzuwirken, versuche ich aber alles, sie immer dabei zu haben. Den ohne geht’s nicht, da fehlt dann einfach ein Stück von mir.

Und wie sieht es bei dir aus? Was hast du immer dabei? Und ganz ehrlich: Was brauchst du wirklich auf Reisen?

Danke an Thomas von Reisen und Essen, Andrea von Reisefeder und Sharmila von Mila’s Welt, die mich gefragt haben und so geduldig mit mir waren! Ich hab es ganz sicher nicht vergessen, ich brauch einfach nur ewig. ^__^

Gepostet am by Christina in Christina, Reisevorbereitung

18 Antworten auf 3 Dinge, die ich auf Reisen brauche

  1. Steffi

    Tolle Liste :). Vergessen tue ich meistens nichts, dafür ist mein Reisegepäck dann immer überladen und die Hälfte davon brauche ich eigentlich gar nicht :(. Trotzdem schaffe ich es nicht, den ganzen Kram zu Hause zu lassen, man könnte es ja doch noch irgendwie gebrauchen ;).
    Was aber auf jeden Fall dabei sein muss ist bei mir ebenfalls die Kamera, da will ich mich auch nicht nur auf die schnellen Handyfotos verlassen. Mein Freund sollte auch mit von der Partie sein, denn zu zweit macht reisen doch doppelt Spaß und der Herzschmerz ohne ihn ist einfach zu groß :). Und tatsächlich schleppe ich im Ausland immer und überall meinen Reisepass mit mir rum. ´

    VG Steffi

    • Christina

      Haha, davon kann ich auch ein Liedchen singen. Irgendwie ist der Koffer immer viel zu vollgestopft. Ich glaube die Erkenntnis braucht bei mir noch länger, dass man alles auch woanders kaufen kann. 😉
      Sonst sind wir mit unseren drei Sachen eh identisch (außer das ich halt auch meinen Pass verliere). ^_^

      Liebe Grüße
      Christina

  2. Jana

    Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Was wäre die schönste Reise wenn man sie nicht mit jemandem besonderes teilen könnte??? Ich möchte meinen Schatz auch immer dabei haben! Kamera und Speiseplan sind mir auch super wichtig weil gutes Essen einfach zu einem gelungenen Urlaub dazu gehört und wie sollte man später über die tollen Erlebnisse berichten und sich richtig gut erinnern wenn man keine Kamera dabei hätte? Ich habe nichts zu der Liste hinzuzufügen! :-)

    • Christina

      Haha, kein Wunder, dass wir uns so gut verstehen. ;D

  3. Janett

    Ich merk schon… Du bist da gut organisiert, wenn es ums Essen geht. Ich fahr ja einfach da hin und frage die verbotene Frage „Was empfehlen sie mir ?“ Dabei kommen dann so Sachen wie Knochenmark in Frankreich raus 😀

    • Christina

      Eeeeekk… na darauf könnte ich gut verzichten, aber dein „ich lass mich überraschen“ Ansatz finde ich auch sehr gut. Schließlich kennt man nicht jede (zum Teil sehr lokale) Spezialitäten nicht, woher soll man das dann schon im voraus planen?
      Für mich ist die Liste nur eine, damit ich mich noch mehr auf den Urlaub freuen kann und auch ein paar Ziele habe, wie zum Beispiel „Ich will Churros essen!“. Wer kann schließlich zu gebackenem Teig und Schokolade nein sagen? ;-D

  4. Pingback: Blogstöckchen: Diese drei sind immer mit dabei | OUTDOORSEITEOUTDOORSEITE

  5. Mila

    Hehe, ich musste ein wenig schmunzeln, als ich heute morgen in deinem Blog gestöbert habe und diesen Artikel entdeckt habe *hihi*
    Und: drei sehr wichtige Dinge!! :-) Ich sag mir immer: Portemonnaie, Handy, Kamera und Diabeteskram – den Rest kann ich zur Not nachkaufen 😀

    Liebe Grüße,
    Mila

    • Christina

      Hihi, ja das dauerte ewig, aber vergessen habe ich es nicht! ^_^
      Freut mich, wenn das Andere ebenfalls so sehen. 😉 Deine 4 Dinge finde ich auch sehr wichtig. Für mich wäre die Geldtasche und der Pass ebenfalls bei den Top 3, wenn ich nicht wüsste, dass es auch ohne geht (aber natürlich nur unter sehr erschwerten Bedinungen).
      Liebe Grüße
      Christina

  6. inka

    Hihi, sehr schön, vor allem auch der Teil VOR den Dreien: Auf jeden Fall. Und wie man an mir sehen kann, kann man auch mal sogar ohne Kamera… allerdings nur höchstens 24 Stunden, ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen. 😉
    Punkt 3 wäre schön, wenn das bei mir häufiger klappen würde, aber nuja, die Reisebloggerin kann eben nicht alles haben. :)
    LG /inka

    • Christina

      Freut mich, wenn mir andere zustimmen und ähnliche Erfahrungen gemacht haben. ^_^ Unterwegs mit keiner Kamera (bzw. die 5 Jahre alte Knipse von Mama und Papa) hatte ich mal für 2 Wochen Amerika (geschäftlich), weil ich sie für eine Reparatur einschicken musste, damit sie für die nächste (Urlaubs)Reise bereit ist. Mein Herz hat geblutet und bei jeden Tag hab ich innerlich ein bisschen geweint, aber man kann nichts machen.
      Und „Punkt 3“ quetsche ich das nächste Mal einfach in den Koffer. ;D
      Liebe Grüße
      Christina

  7. Jay F Kay

    Mein Gepäck ist auch meistens zu groß und ich hab Zeugs dabei, das ich während der Reise nie benutze. Einzige Ausnahme: wenn ich nur mit kleinem Handgepäck unterwegs bin, da hab ich das perfekt im Griff. Sobald aber ein Koffer ist Spiel ist… naja.

    Meine Top-3 sind Portemonnaie (darin enthalten Personalausweis, Führerschein und – ganz wichtig – Kreditkarte), Reisepass und das Smartphone mit Ladekabel. In der Regel vergesse ich Dinge wie Zahnpasta oder Haargel, aber das kann man ja fast überall problemlos kaufen, wenn man das Portemonnaie nicht vergisst… 😉

    • Christina

      Hihi, sehr interessant. Die Koffer-Stopf-Krankheit hat wohl fast jeder aber ich hab auch bei Handgepäck meine liebe Mühe.
      Naja irgendwann werde ich es auch mal lernen. 😉 Deine drei Dinge hätte ich überall gerne dabei aber wie beschrieben, wurde mir eines davon geklaut, das andere hab ich verloren und das dritte war sowieso immer kaputt. xD Aber ich versuche zumindest sie immer dabei zu haben.

  8. Thea

    Meine Asthmamedikamente sind neben dem Pass (und Geld) wahrscheinlich das Wichtigste, was ich nicht vergessen darf, denn sie sind verschreibungspflichtig und die Version hat in jedem Land einen anderen Namen. In Indien z.B. konnte ich sie nur nachkaufen, weil ein Apotheker die Verpackung erkannte.
    Dann die Kamera natürlich, meine Tagesprogramme sind immer so voll, daß ich ohne Fotos am Ende die Hälfte dessen vergessen würde, was ich gemacht habe. Ich nehme sogar meistens zwei Kameras (Nikon und kleine Panasonic) mit.
    Außerdem bin ich exzessiver Reiseplaner… ich lese Bücher vor der Reise, Wikipedia Artikel und ich schreibe mir ein Programm auf (mit aufgemalten Symbolen und Mini-Stadtplänen), das abgearbeitet wird. Daher stört es mich nicht, alleine unterwegs zu sein, dann brauche ich kein Mitleid mit jemanden zu haben, der gerade keine Lust hat den ganzen Tag zu Fuß unterwegs zu sein. Ich finde es aber sehr schön, am Ende des Tages wieder jemanden um mich zu haben… so war ich in Dresden ganz alleine unterwegs und fand das nicht so lustig, doch in Baltimore begleitete ich meinen Mann auf eine Konferenz und konnte die Stadt erkunden während er Vorträge hielt und zuhörte… ich glaube das war perfekt für uns beide :)
    Außerdem bin ich sehr gerne in Privatwohnungen untergebracht und nicht in Hotels.
    Das lokale Essen spielt für mich dagegen keine so große Rolle, leider, doch ich neige dazu es zu vergessen, bis es wirklich dringend ist und dann ist es meistens nur irgendwas, schnell vom Laden. Das gilt es also zu verbessern und dein Blog zeigt auf jeden Fall wie das geht :) Liebe Grüße Thea

  9. Christina

    Ja das kann ich gut verstehen, denn so wichtige Dinge wie Medikamente, die man auch noch schwer woanders besorgen kann, wären bei mir auch ganz oben auf der Liste.
    Auch alleine unterwegs zu sein hat seinen Reiz, so muss ich dann nie ein schlechtes Gewissen haben, dass sich mein Mann vielleicht langweilt, während ich die ganze Zeit Fotos mache. :-)
    Aber ohne habe ich einfach so arge Herzschmerzen. ^_^
    Liebe Grüße
    Christina

  10. Flögi

    Hallo Christina, das mit dem Stefan war ganz lovely :-) In meinem Blog, wo dein link bei meiner Leseliste ist, kommt nicht mehr der Feed, ich habe heute gedacht, es gibt es doch nicht, daß die Christina seit Juli nichts mehr schreibt. Also ich habe einfach nachgeschaut und ich ärgere mich jetzt total, daß ich ein Haufen Berichte nachlesen muß, daß ich darüber gar nichts gewusst habe. :-( Liebe Grüße

    • Christina

      xD Haha, danke.

      Ja das mit dem Feed tut mir wirklich leid. Ich weiß leider auch nicht woran das liegt und habe nur eine ungefähre Vermutung. Falls es nicht zu umständlich ist, kannst du meinen Blog-Feed einfach neu abbonieren? Also „http://www.hallo-welt.cc/feed/“ der sollte eigentlich funktionieren.

      Liebe Grüße

      Christina

  11. Petra

    Ich hab früher auch immer viel zu viel eingepackt, um dann vor Ort festzustellen, dass ich das da alles kaufen kann.
    Zuviele Klamotten hatte ich auch immer dabei, könnte ja unvorhergesehen was dreckig werden. Na und? Wenn ich mich beim Essen bekleckere, kann ich es auf jeder Toilette auswaschen.
    Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal ein Reisetagebuch ausprobieren.

    Was ich aber dabei habe, ist mein Ladegerät mit Adapter, da ich auch nur mit meinem Smartphone Bilder machen und ich höre nachts zum Einschlafen Hörspiele, weil mein Tinnitus mich sonst nicht pennen lässt.

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